Konzeption

Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten hat 2005 gemeinsam mit den wasserwirtschaftlichen Fachverbänden und den kommunalen Spitzenverbänden eine zweistufige Konzeption für die Benchmarkinginitiative Wasserwirtschaft in Rheinland-Pfalz erarbeitet. Damit sollte eine freiwillige und möglichst flächendeckende Beteiligung der kommunalen Unternehmen erreicht werden.

Stufe 1: Benchmarkinginitiative


Durch einen regelmäßigen und landeseinheitlichen Leistungsvergleich soll den Unternehmen als Einstieg eine übersichtliche Standortbestimmung im Vergleich mit den anderen Unternehmen ermöglicht und erste Hinweise auf Verbesserungspotenziale gegeben werden. Dieser Kennzahlenvergleich wird in einem dreijährigen Abstand wiederholt.

Im dritten Durchführungszyklus (Hauptrunde 2011 für das Erhebungsjahr 2010) wurde die Konzeption um das Zusatzmodul der Preis- und Gebührentransparenz als Pilotvorhaben erweitert.

Aufgrund der positiven Erfahrungen, die mit dem Pilotvorhaben gemacht wurden, ist das Zusatzmodul „Preis- und Gebührentransparenz“ fest in die Hauptrunde 2014 integriert wurden. Damit war neben dem Benchmarking auch eine obligatorische Teilnahme an der Preis- und Gebührentransparenz für alle Unternehmen vorgesehen.

Für die Hauptrunde 2017 wurde ein neues innovatives Zusatzmodul konzipiert. Schwerpunkt ist diesmal die Identifizierung und Einschätzung potenzieller Risiken auf lokaler Ebene, die durch Klimawandel, demografische Veränderungen, finanzielle Restriktionen sowie politische Rahmensetzungen verursacht werden.

Im Einzelnen setzt sich die erweiterte Benchmarkinginitiative aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • Unternehmensbenchmarking Wasser und/oder Abwasser (Wirtschaftsjahr 2016)
  • Preis- und Tarifinformationsblatt (Wirtschaftsjahre 2018-20)
  • Zusatzmodul Nachhaltigkeitscontrolling (Zukunftsbetrachtung)

Stufe 2: Prozessbenchmarking


In der zweiten Stufe haben die Unternehmen die Möglichkeit, eine vertiefte Untersuchung der Hauptprozesse vorzunehmen. Idealerweise baut diese auf den Ergebnissen aus der Teilnahme an der erweiterten Benchmarkinginitiative (Stufe 1) auf. Das heißt, die durch die Teilnahme am Leistungsvergleich ermittelten Auffälligkeiten werden als Zwischenschritt zur Optimierung verifiziert. Dabei wird auch auf Erfahrungen anderer Unternehmen zurückgegriffen, denn das Prozessbenchmarking beinhaltet auch einen moderierten Erfahrungsaustausch mit vergleichbaren Unternehmen. Darauf aufbauend werden dann konkrete Handlungsoptionen erarbeitet.